Noch immer sterben alleine in Deutschland jährlich etwa 20 000 Menschen im Krankenhaus infolge von Kreislaufversagen bei schwerem Herzinfarkt oder an einem aus diesem folgenden kardiogenen Schock. Diese schwere Komplikation, die bei 7 bis 10 % der betroffenen Patienten – meist erst nach Einlieferung im Krankenhaus – eintritt, überleben nur 30 bis 50 % innerhalb der ersten 30 Tage nach dem Infarktereignis. Während der Diagnostik im Katheterlabor, auf dem Wege dorthin oder während der Intervention zur Revaskularisation schädigt die reduzierte Kreislaufleistung den Gesamtorganismus zusätzlich zum kardialen Problem; es kommt zu verlangsamter Erholung oder gar irreversiblen Multiorganschäden aufgrund anhaltender Sauerstoffunterversorgung.
Wertvoller Zeitgewinn und sicherer Transport
Deshalb kann bei akutem Kreislaufversagen oder schwerem Myokardinfarkt die Überlebenschance mit dem Einsatz des weltweit ersten zugelassenen mobilen Herz-Lungen-Unterstützungssystems für Notfall und Transport direkt positiv beeinflusst werden. Der Organismus erfährt schon während Diagnostik und einsetzender kardialer Therapie eine überlebenswichtige Reperfusionsphase. Die CE-zertifizierte LIFEBRIDGE® stabilisiert binnen weniger Minuten als extrakorporale Kreislaufunterstützung den Zustand des Patienten und übernimmt im Notfall vollständig die Funktionen von Herz und Lunge. Sei es bei der Verlegung von einem primär versorgenden Krankenhaus ohne Herzchirurgie in eine Spezialklinik oder als Backup-System für invasive Diagnostik und interventionelle Therapie im Katheterlabor, die LIFEBRIDGE® ist die sichere Kreislaufunterstützung zur Vermeidung von Schockfolgen.
Notfallversorgung vor Ort durch geschultes medizinisches Personal
Mit ihren kompakten Ausmaßen von nur 61 x 45 x 37 cm (B x H x T) und einem Gewicht von 17,5 kg ist die LIFEBRIDGE® von einer Person tragbar und eignet sich ideal für den Transport in Rettungsfahrzeug und Hubschrauber. Das System ist aufgrund des einzigartigen Automatisierungsgrades innerhalb von 5-10 Minuten einsatzbereit und führt den geschulten behandelnden Arzt intuitiv in 5 Schritten durch das Menü des integrierten Displays. Durch diese einfache und sichere Handhabung des Systems ist der Einsatz eines Kardiotechnikers beim Anschluss an den Patienten, der über eine venöse und eine arterielle Kanüle in der Leiste erfolgt, nicht mehr erforderlich. Die LIFEBRIDGE® erzielt einen Blutfluss von bis zu 6 L/Min und wird am Netz mit 110/220 V (AC) betrieben. Für den Transport kann das System bei einer Durchschnittslast bis zu 2,5 Stunden auf Batteriebetrieb umgeschaltet werden.
Einzigartiges, patentiertes Sicherheitskonzept schützt vor Luftembolien
Die LIFEBRIDGE® verfügt über ein 7-stufiges Sicherheitssystem zur Luftelimination, das vollautomatisch und zuverlässig vor Luftembolien schützt. Die austauschbaren „Patientenmodule" mit den verkapselten Komponenten, die in direkten Blutkontakt kommen, werden jeweils nach Gebrauch von der Klinik entsorgt. In einer klinischen Studie im Rahmen der CE-Zulassung 2008 wurde die Gleichwertigkeit des miniaturisierten tragbaren Herz-Lungen-Unterstützungssystems mit herkömmlichen Herz-Lungen-Maschinen nachgewiesen. Im Vergleich zu diesen liegen die Anschaffungskosten der LIFEBRIDGE® mit weniger als 50 000 € lediglich bei einem Drittel. Die Betriebskosten pro Patienteneinsatz betragen 3 000 bis 3 500 €.
Unterstützung bei OPS-Codierung und Reimbursement
In allen derzeit aktiven Zentren in Deutschland konnten mit der Lifebridge Medizintechnik AG zufriedenstellende Kostenerstattungsmöglichkeiten erarbeitet werden, die auch der Prüfung durch die MDKs (Medizinischer Dienst der Krankenversicherungen) standhielten. Die Kostenerstattung erfolgt dabei entweder über ein krankenhausindividuell zu vereinbarendes Zusatzentgelt oder direkt über das DRG (Diagnosis Related Groups)-System. Für die Verhandlungen mit den Kostenträgern stellt die Lifebridge Medizintechnik AG Vorlagen für Realkostenkalkulationen, OPS-Codierungshilfen und konkrete Fallbeispiele zur Verfügung.
LIFEBRIDGE® – überzeugend in über 200 Einsätzen
„Wir sind stolz darauf, dass sich seit der Markteinführung Anfang 2008 allein in Deutschland bereits über 40 Krankenhäuser für den Einsatz der LIFEBRIDGE® entschieden haben und diese bei mehr als 200 Patienten erfolgreich zur Anwendung bringen konnten. 70 % der Einsätze davon können als akute Notfälle eingestuft werden!", so Michael Huf, Head Sales and Marketing Worldwide der Lifebridge Medizintechnik AG, und weiter: „Mit der erfolgreichen FDA-Zulassung im Oktober 2009 haben wir eine weitere, hohe Hürde genommen und als erster Hersteller jetzt auch in den USA grünes Licht für die Markteinführung der LIFEBRIDGE®. Kein vergleichbares Produkt hat bisher Zulassungen für den praktischen Einsatz, das unterstreicht den technischen Vorsprung und die Vorreiterrolle unseres Unternehmens bei der mobilen Herz- und Lungenunterstützung. Wir registrieren das große Interesse unserer amerikanischen Kollegen und werden bereits in den kommenden Wochen in einigen der führenden US-Kliniken mit der LIFEBRIDGE® präsent sein, um Leben retten zu helfen."
Michael Huf
Head of Sales and Marketing
LIFEBRIDGE Medizintechnik AG
T +49 8636 69603-0
Heike Mittmann
PR Consultant
HighTech communications GmbH
